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Northern Territory

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Sorry, this page is written in German. If you cannot read it, you nevertheless might enjoy the pictures from the Northern Territory. The english pages about Australia are:

The Sydney and the Queensland page.

Y: Kennengelernt haben wir uns am Donnerstag, den 5.11.98 auf der Wanderungvon Manly nach Spit Bridge über den scenic walkway. Barbara erzählte, daß sie in den Kakadu National Park fahren wolle und daß jetzt der letzte Zeitpunkt dafür vor der Regenzeit wär. Da ich auch unbedingt dahin wollte, fragte ich, ob ich mitfahren könne und sie fand die Idee gut. Babsy

Also verabredeten wir uns für den nächsten Tag im Reisebüro. Nach einer kurzen Tour durch 4 Reisebüros waren wir uns einig, was wir unternehmen wollten. Wir kauften einen Flug von Sydney nach Alice Springs und einen weiteren von Darwin nach Sydney, bzw. für Babsy (so hat sie sich bei mir vorgestellt) von Darwin nach Cairns. Babsy wollte dort dann ein paar Freunde treffen und dann mit ihnen Weiterreisen, während ich im Krankenhaus weiterarbeiten mußte. In Alice wollten wir uns dann einen Campervan mieten, zum Ayers Rock fahren und dann hoch in den Kakadu National Park. Also habe ich Freitag Abend noch schnell meine Wäsche gewaschen und am Samstag morgen saß ich schon um 8:55 Uhr mit meiner neuen Bekanntschaft im Flieger gen Alice... zu dem Zeitpunkt kannten wir uns schon ganze 4 Stunden. Dort angekommen machten wir das, was die Reisebüros nicht ordentlich organisieren konnten: wir mieteten einen BushCamper (übrigens wäre Maui der billigsteAnbieter gewesen). Ein BushCamper ist ein umgebauter Toyota LandCruiser mit Camping Auf- und Ausbau. Als wir vor dem Auto standen, guckte Barbara ganz schön blöd aus der Wäsche: "So groß? Das soll unser Auto sein?" und tatsächlich war es das. Ich mußte dann allerdings auch die nächsten paar Stunden blöde grinsen... Keine 24 Stunden, nachdem wir uns im Reisebüro verabredet hatten, saßen wir in unserem neuen Zuhause für die nächsten 8 Tage.

B: Und los gings! Als erstes natürlich einkaufen: Champagner und VB (Victorian Bitter "real Australian Beer") aus dem Bottleshop und dann aus dem Supermarkt: Steaks, Kaffee, Wasser, Cornflakes, Peach und Mango in der Dose, Joghurt und Äpfel. Danach weiter zur Patrolstation: der 2. (hintere) Tank will auch gefüllt werden und schluckt 80 Liter. Und schon saßen wir beide - über beide Ohren grinsend und nicht wissend ob Traum oder Wirklichkeit ("Weißt Du, wo wir eigentlich sind?") - im Campervan gen Südwesten zum Ayers Rock. Lonly Planet Guide und Karten studierend konnten wir den ersten Roadtrain bestaunen: ein BP Tankzug mit 4 Anhängern. Wir hielten an verschiedenen Stellen an, um das Farbenspiel, die Ruhe und das Wetter in the middle of nowhere zu genießen. Bald wurde es Zeit für das erste Bier. Wir stellten 2 Campingstühle raus, holten Bier aus dem fridge und saßen in einem kurzen Regenschauer, der uns warm duschte und uns dann 2 Regenbögen übereinander bescherte. Wir waren also wirklich im Land der Unendlichkeit.... und weiter gings zum Ayers Rock. Da es schon dunkel wurde, bekammen wir einen ersten Eindruck vom fantastischen australischen Sternenhimmel. Da die Südhalbkugel zum Zentrum der Galaxie zeigt, kann man VIEL mehr Sterne sehen (vielleicht 20x soviel). It has to be seen, I can´t describe it. Und dann begegneten wir dem ersten australischen Rind auf der Straße. Die Warnungen, im Dunkeln vorsichtig zu fahren, waren also begründet. Wir kamen knapp an ihm vorbei und sahen wenige 100m später ein bereits überfahrenes Exemplar dieser gefährlichen Unfallgegner. Endlich im Ayers Rock Resort angekommen haben wir ein schnelles Dinner eingenommen und geduscht und sind dann um 10:15 p.m. zu einer professionellen Star Tour gefahren ("Southern Cross is only to be seen at a special place and a special time of the year..."). Also nicht, als wir da waren. Dafür wurden wir mitvielen Blicken durch ein professionelles Teleskop belohnt. Besonders unvergeßlich b! leiben die Bilder vom Mond und Saturn ("Waaaahnsinn!")...und wir waren noch keine 24h unterwegs.

Sonntag 8.11.98

Um 5 Uhr klingelte der Wecker zum Sunrise auf Uluru (Ayers Rock) vom LookoutPoint.

some people climbing on the Rock, we did not

Der "große Stein" war von weitem nicht so beeindruckend, wie erwartet. Also haben wir geduscht und sind näher ran gefahren. Erstmal brauchte Yaron einen Kaffee. Den bekam er im Ayers Rock Visitors Center und ich Postkarten und einen Bildband.

HoppHoppHopp!!

Dann sind wir 2x um Ayers Rock gefahren (jeder durfte einmal auf der Beifahrerseite sitzen) und haben viele Fotos gemacht, da der "Stein" aus der Nähe doch sehr viel Charme hatte.

Ayers Rock

Den Aufstieg haben wir uns gespart und sind statt dessen zu den Olgas

Babsy in front of the Olgas

gefahren, die man schon am Horizont sehen konnte. Dort angekommen zum Lookout gestiefelt, Fotos gemacht und dann via Ayers Rock Richtung Kings Canyon. Y: Auf der Suche nach einer Abkürzung durchs Aboriginie Gebiet riskierten wir 1000$ Strafe für eine in der Karte eingezeichneten Straße, die es aber nicht gab. Natürlichhaben wir dann im Kings Canyon eine Neue gekauft. Auf dem Weg zum Kings Canyon haben wir am Lookout zum Mt Connor, den wir auf der Hinfahrt für Uluru gehalten hatten, zu Mittag geBBQut. Mt Connor sieht Uluru aber auch zum verwechseln ähnlich: er ist etwa 2m weniger hoch und hat dieselbe Sandkuchen Form. Im postprandialen Tief (heißt nach dem Essen) haben wir dann einen 3 stündigen Mittagsschlaf gehalten. Der weitere Weg zum Kings Canyon war noch einen halben Film wert.

on the way to Kings Canyon

on the way to Kings Canyon

Die langsam untergehende Sonne beleuchtete die Landschaft mit fantastischen Farben. Pünktlich zum Sonnenuntergang liefen wir im Kings Creek Resort ein, wo wir noch einen Hubschrauberflug zum Sonnenaufgang buchten.

B: Nach der Erkunndung unseres neuen Campingplatzes, der auch noch ein Känguruh Gehege beherbergte, emtschieden wir uns gegen ein Erfrischungsbad im Brackwasser des Pools. Stattdessen packten wir den Champagner und die Marshmellows aus und grillten sie als Entree im vorbereiteten Outback Kamin. Montag 9.11.98

Um 5:45 trafen wir uns mit unserem Piloten am Flugplatz und schon saßen wir nach einer kurzen Technikeinführung im Helicopter zum scenic flight. Die Kamera im Anschlag flogen wir der aufgehenden Sonne entgegen.

Kings Canyon

Kings Canyon from above

Als Konsequenz packte Yaron wieder das Flugfieber: er will jetzt Pilot werden. 7min später hatte der Boden uns wieder und wir zogen auf der Suche nach einem schönen Frphstücksplatz los. Kurz vorm Eingang zum Kings Canyon fanden wir dann den gesuchten Ort und genossen Kaffee und Cornflakes mit Yoghurt und Mango+Peach.

Y: Danach sind wir über den Mereenie Drive weiter zu den MacDonnell Ranges. Mit unserer neu erworbenen Karte wäre das auch gut gegangen, wenn wir nicht eine Abkürzung genommen hätten. Aber leider erkannten wir die Straße auf die wir wollten nicht als solche, umfuhren sie geschickt und landeten mitten in der Pampa.

on the wrong way

in the middle of nowhere, when we were trying a shortcut......

5h später hatten wir dann die Straße gefunden, nahmen sie aber in die falsche Richtung. So kamen wir etwas früher als geplant zurück nach Alice. Die Fotos beweisen aber trotzden den Wert des Ausflugs off the beaten Track. Wir machten dort unsere erste Bekanntschaft mit den berühmten "Scheißfliegen", die uns dann auf dem Rest der Reise begleiteten. Jeder hatte seine persönlichen 50 - 150 Fliegen, die versuchten, einem ins Ohr oder in den Mundzu klettern. Ich habe 3 durch den Mund eingeatmet, bevor ich auf konzentrierte Nasenatmung umstellte. In der Nase fanden sich dann im Laufe der Zeit auch noch mal 5 Fliegen ein, bevor wir ein Fliegennetz kauften. Zurück in Alice sind wir in eine Outback Kneipe eingekehrt, wo wir the big four am Spieß bekamen: Känguruh, Kamel, Krokodil und Emu. Die 1 Mann Band spielte für mich "Waltzing Mathilda" in der Original Oz Version. Danach sind wir nach einer langen heißen Dusche ins Bett.

Dienstag, 10.11.98

B: Nach einer veregneten Nacht fing der neue Tag mit Shopping in Alice an. Zuerst kauften wir Kontaktlinsenreiniger und fruehstueckten dann in der Fussgaengerzone im Regen unter einem Sonnenschirm. Der Regen schien die bewohner von Alice eher zu blustigen als zu stoeren. Bei Alex's Disposals deckten wir uns fuer die bevorstehende reise gen Norden mit Utensilien wie Hut, Regenjacke, Seil und Machete ein. Nach einem kurzen Abstecher zu den Flying Doctors nutzen wir die Lehren des letzten Restaurantaufenthalts und kauften ordentlich ein: 1,5kg Kaenguruhfilet, ein paar weitere Dosen Bier und 2 Flaschen Champagner. Gut versorgt machten wir uns auf Richtung Norden (Up the Track!)

a long track up north!

...the road is long...

800km later, it looks quite the same...auf dem Stuart Highway. Der erste Stop in Ti Tree erwies sich als ueberfluessig und so fuhren wir

weiter bis zu den Devils Marbels, wo wir den Sonnenuntergang zwar knapp verpassten, aber trotzdem noch tolles Licht fuer gute Fotos fanden. Begleitet von 1000 Fliegen (unsere staendigen Wegbegleiter) oeffnete Yaron die Kueche und zauberte aus den ersten 400g Kaenguruh, 4 Maiskolben und neuerstandenen Saucen ein koestliches Mahl.

Milan HoppHoppHopp!!

hmmm, Kangaroo filets!

Puenktlich mit dem letzten Bissen vom Maiskolben verwandelten sich die entfernten Wetterleuchten in ein nahes Gewitter mit Regenschauern. Kein Problem fuer uns: wir hatten Zeit und Ort optimal genutzt und setzten unsere Fahrt gen Norden im Dunkeln fort. Unser Ziel war Mataranka, doch aufgrund unseres Bierkonsums mussten wir erschoepft schon in Roadhouse von Renner Springs unser Nachtlager aufschlagen. Das naechtliche Gewitter leuchtete den sehr langen und sehr geraden Stuart Highway auf hunderte Kilometer immer wieder fuer Sekundenbruchteile mit blauem Licht aus und machte die Fahrt einzigartig. Mittwoch, 11.11.98

Jetzt hiess es nochmal Meilen sammeln bis zum Kakadu National Park, also LOS!.... Zum ersten Zwischenstop veranlassten uns die "thermal pools" von Mataranka, das erste Fleckchen Regenwald auf unserer Tour. Einen Sprung in den Pool (Get cool, jump in the pool!) wollten wir nicht missen und zogen durch ein kleines Stueck Urwald mit unseren Badeklamotten dem Schild "Thermal Pools" nach. Wir konnten es kaum abwarten, in das klare "rainbow water" (So wurde es uns angekuendigt) zu springen und sprangen in einen Fluss, der eher dem Amazonas aehnelte.

Where we swam, we thought to be safe... but this saltwater Croc was in the water! (lucky again)

Wir genossen es und schwammen auf und ab, machten Fotos und genossen den TouristenLEEREN Ort. Auf dem weiteren Walkway trafen wir dann doch noch auf Gesellschaft (wie meistens Deutsch!) an den echten Pools und ernteten mit der Geschichte unseres Pools nur erstaunte Blicke:"Aber da gibts doch Krokodile!!" Da wir nicht wussten, wie wir die Situation im Nachhinein beurteilen sollten (schliesslich waren wir noch komplett) sprangen wir halt in den Touri Pool, der aber weitaus weniger Charme hatte, als der Krokodilfluss.... Nach dem Bad eilten wir unserem Wunderauto entgegen, um unseren Hunger zu stillen. Der Chefkoch bereitete alles vor und kurze Zeit spaeter gab es wieder mal ein vorzuegliches Essen. Diesmal Baked Beans mit Spiegelei und Zwiebeln (anm. von Y: Hunger ist der beste Koch).

Termites at work for hundreds of kilometers beside the street

more Termites....

a road train

Gut gesaettigt fuhren wir 100km wieter nach Katherine, eine etwas groessere Ortschaft, wo wir uns im Supermarkt mit Maiskolben und Kamelfleisch versorgten. Dann weiter zu Katherine Gorge. Mit unserer in Alice erstandenen Ausruestung an Outbackregenklamotten erklommen wir im Sommerregen den Lookout Point. Schon auf dem Hinweg wurden wir fuer die Anfahrt belohnt: Die Schlucht und der Fluss, der Regenwald und die Kakadus waren durch den einsetzen Sonnenuntergang in einem sensationellen Farbenspiel in Szene gesetzt und ueberrascht stellten wir mal wieder die Frage: Where are we??

golden dusk over Katherine Gorge

Durch den schon rutschigen Aufstieg wurden wir gezwungen, noch im Hellen den Lookout wieder zu verlassen und zum Auto zurueckzukehren. Wir verschenkten unterwegs aber keine Minute Zeit, dieses Naturwunder zu beobachten und kamen rechtzeitig im Dunkeln im Informationscenter wieder an. Y: Dort trafen wir dann alte Bekannte von Babsy (aus dem Taxi zum Flughafen), die in Richtung Sueden unterwegs waren. Sie erzaehlten uns Tolles von Litchfield Park und rieten uns von Kakadu ab. Sie waren auch sehr von unserer Idee beeindruckt, im Dunkeln weiter zu fahren. Es gewitterte mal wieder heftig und wir bekamen ein weiteres Mal die Sicht auf die Weite des Landes in blau. 200km Gewitterfahrt weiter, diesmal hatten wir uns mit dem Bier zurueckgehalten, kamen wir wie geplant am Mary River Roadhouse an.

Roadhouse

Dort genossen wir dann noch mal unser Leibgericht: Kaenguruh mit Maiskolben. Ein paar VB (sprich Weih Biih) sangen uns eine halben kilometer vor dem Kakadu National Park in den Schlaf. Donnerstag, 12.11.98

Die Sonne weckte mich morgens mit ihren ersten Strahlen und gespannt auf Kakadu (der Name hat laut allen Reisefuehrern mit dem Vogel nichts zu tun, sonder stammt von "Gagudju", dem oertlichen Aboriginie Dialekt) duschten wir schnell und verliessen das roadhouse ohne Kaffee und Fruehstueck. Am Parkeingang zahlten wir um 7:00 Uhr den eintritt und bekamen vom Ranger eine Karte vom park und, wie sich spaeter herausstellte, die besten Tips, was wir uns angucken muessen. Als erstes fuhren wir zu den Gunlom Falls, wo wir trotz der vielen Fliegen ein ruhiges Kaenguruh Steak Fruehstueck mit Blick auf den Wasserfall genossen. Der Weg dorthin waere ohne den Vierradantrieb nicht machbar gewesen. Im nachhinein war es ein Fehler, ohne Kaffee zu fruehstucken (was ist auch schon ein Fruehstueck ohne Kaffe?). Ich bekam erst einen in der Cooinda Lodge. Von dort aus machten wir eine Krokodiljagd per Boot auf den Yellow Waters (ein absolutes Muss!) und sahen ein sehr grosses, zwei kleine und ein Baby Krokodil. Ausserdem noch mehrere Milans, ein paar grosse Seeadler und andere Wasservoegel, Wasserlilien und... Pferde (sic!).

Water Lilys in Yellow Waters in Kakadu (for my Mama)

An einem Baum sahen wir die Markierung der Wasserhoehe waehrend der letzten Regenzeit: 4m ueber unserer! Danach fuhren wir weiter zum Nourlangie Rock, von dem wir eine sensationelle Aussicht GENOSSEN haetten, wenn nicht 150 Fliegen pro Person uns das Leben unertraeglich gemacht haetten. Ich hoffe, dass ich mir zumindest die Fotos in Ruhe angucken koennen werde. Durch die unertraegliche Penetranz der Fliegen drohte unsere grossartige Stimmung zu kippen, so dass wir uns endlich (3 Tage zu spaet) ein Fliegennetz kauften. Damit unter unseren Hueten marschierten wir vollkommen entspannt durch Touristenmengen, die uns alle mit dem "great Australian Salut" (Fliegen wegwedeln am rechten Ohr, dann Fliegen wegwedeln am linken Ohr!) begruessten ;). Die Netze hatten wir teuer am Visitors Center gekauft, wo wir dann gleich einen Rundflug ueber Kakadu fur den naechsten Morgen buchten. Danach fuhren wir weiter zum besten Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe.

Aborigine art at Ubirr (supposed to be over 20.000 years old)

Von der Anhoehe konnte man den gesamten National Park ueberblicken, waehrend im Hintergrund die Sonne langsam unterging. Waehrend wir uns dieses sensationelle Naturschauspiel anguckten, raste ein Kaenguruh mit "wahnsinniger Geschwindigkeit" in den Park, gefolgt von einigen Milans, die offensichtlich zur abendlichen Jagd ausflogen. Als unser der Ranger viel zu frueh von Berg holte, weil der Park geschlossen wuerde, machten wir uns langsam auf dem Weg zurueck

dusk over Kakadu, viewed from Ubirr

View from Ubirr

und suchten den ausgeschilderten Campingplatz. Dieser war jedoch so dunkel und unuebersichtlich, dass wir uns entschlossen, zurueck nach Jabiru in die "Zivilisation" zu fahren. Dort kamen wir so spaet auf dem Campingplatz an, dass die Rezeption schon geschlossen war. Also hatten wir Zeit und fuhren (um die Zivilisation auch auszunutzen) zum Abschluss dieses herrlichen Tages in das einzige Restaurant am Ort im Crocodile Hotel (welches auch wie ein Krokodil aussieht). Zu einem hervorragenden "Kakadu Chardonnay" genossen wir Krokodil (Krok hat weisses Fleisch) auf Salat als Vorspeise und einen langersehnten Barramundi (Fisch) als Hauptspeise. Nachdem wir am Tisch unser Tagebuch upgedatet hatten, schmieden wir Plaene fuer den naechsten Tag. das entpuppte sich als erstaunlich schwierig, da ALLE Hotelangestellten uns mitteilten, wir haetten ja schon alles gesehen (nach einem Tag !?). Also fuhren wir zurueck zum Campingplatz und vielen nach einer wunderbaren Dusche ins (Hoch-) Bett.

Freitag, 13.11.98

Von der aufgehenden Sonne geweckt fuhren wir sofort los, um die Sonne und das gute morgendliche Licht zu geniessen (das sparte uns ausserdem die Campingplatz Gebuehren, da die rezeption noch immer nicht offen hatte :). Wir fuhren ins Bowali Visitors Center und hofften dort eine Kaffee zu bekommen. Aber leider bekamen wir nicht nur den Kaffe nicht, sondern mussten auch feststellen, dass unser morgendlicher Flug abgesagt worden war. Also fuhren wir "leicht" enttaeuscht zum Mamukala, einer versteckten Birdview Hutte. Von dort kann man waehrend der Trockenperiode tausende und abertausende an Voegel betrachten (wir waren nur leider nicht in der Trockenperiode da..). Nachdem ich meinen Kaffee im Frontier Kakadu Resort bekommen hatte, und die Strasse zum Red lilly Billabong geperrt war, entschlossen wir uns, das groesste Highlight von Kakadu in Angriff zu nehmen: die Jim Jim Falls. Dafuer muss man 60km 4WD Strasse fahren, und dann noch mal 2 Stunden zu Fuss weiter laufen (stoehn!). Aber kurz davor kam uns die Erleuchtung, dass es ja einen Flug ueber die Wasserfaelle um 13:00 Uhr gab. Und es war kurz vor 12:00 Uhr! Kurz darauf sassen wir schon im Flieger. Aus dem Flugzeug ssahen wir die Twin Falls, die Jim Jim Falls und die Double Falls (die man nur aus dem Flugzeug sehen kann). Dabei bekam man einen herrvoragenden Eindruck ueber die Funktionsweise des kakdu National Parks: Er ist eine grosse Badewanne! Vom Arnhemplataeu begrenzt laeft er waehrend er Regenzeit voll, um danach langsam auszutrocknen. Der Flug war einfach nur Wahnsinn und die Wasserfaelle der absolute Hammer.

Jim Jim Falls, one of the many waterfalls filling Kakadu up like a bath

Arnhemplateau, building the eastern wall to Kakadu

Leider wurde Babsy nach den Twin Falls uebel, aber eine volle Plastiktuete weiter laechelte sie schon wieder tapfer.

:)

Von den vielen tollen Eindruecken (und vom sehr fruehen Aufstehen) ermuedet machten wir danach einen Mittagsschlaf von 3 Stunden am Mirrai Outlook, den wir danach einfach wegliessen (man kann halt nicht alles haben ;) und dinnierten dann in der Cooinda Lodge, nachdem wir die alte Jim Jim Road nach Darwin vom South Alligator River in der Mitte durchtrennt vorgefunden hatten.

South Alligator River

Kaum in der Lodge angekommen machte der Regenwald in der Regenzeit seinem Namen alle Ehre: es goss wie aus Eimern. In der Lodge machten wir uns Barramundi Steaks auf dem BBQ und verliessen dann Kakadu in Richtung Litchfield National Park. Wir wollten moeglichst viele Kilometer schaffen, um Litchfield am naechsten Morgen noch zu sehen, da wir den Wagen um 16:00 Uhr zurueckgegeben haben mussten. Wieder einmal genossen wir nach Einbruch der Dunkelheit das Schauspiel der Naturgewalten, als wir den Wagen auf der noerdlichen Ebene des South Alligator Rivers abstellten. Es donnerte und blitzte zum Hintergrundgesang der Megpies (bes. Gaenseart) und der Froesche. Eine gute Stunde spaeter erst fuhren wir weiter und kamen sehr spaet und muede am Bark Hut ausserhalb des Parks an. Die Klos und Duschen dort belohnten uns mit einer grandiosen und artenreichen Tiervielfalt an Froesche, Kaefern und Spinnen. Gut, dass ich halb blind bin, wenn ich meine Brille ausziehe :), obwohl der faustgrosse Frosch in meiner Dusche mich doch eine wenig erschreckte (habe NICHT geschrieen).

Samstag, 14.11.98

Nach einer irren schwuelen Nacht nahmen wir wiederstrebend ein zweites Mal den Weg in die Duschen. Unsere durchgeschwitzten Koerper zwangen uns dazu. Obwohl Kakadu so spekatjkulaer war, konnte uns Litchfield auch noch mit ein paar besonderen Wasserfaellen ueberraschen. Leider war die 4WD Strasse zur Lost City gesperrt, so dass wir nur Wangi und Tolmer Falls sahen. Also machten wir uns auf den Weg nach Darwin, um unser Zuhause der letzten eindrucksreichen Woche in den Stall zu stellen. Wir grillten unsere Reste an einer Station, die nach einem eigenartigen Baum benannt war, der in der Naehe allein auf einer grossen Wiese stand. Es gab Kamelgeschnetzeltes und ... (natuerlich) Maiskolben. Dazu vertieb uns das eiskalte VB den Durst. Um Punkt 16:00 gaben wir das Auto nach 8 Tagen und 3896km bei der Autovermietung ab. Es hatte uns auch im teifsten Sand nicht im Stich gelassen. In Darwin zogen wir ins Darwin Hotel, wo wir ein preiswertes Zimmer mit Klimaanlage und Dusche bezogen. Nach einer langen heissen Dusche und einer scharfen Rasur fuehlte ich mich wieder zivilisiert. Der Staub des Outback, das Mueckenspray, der oelige Geruch des Gelaendewagens und der Schweiss waren weggespuelt. Durch einen Wolkenbruch, der mich schwer an die Jim Jim Falls erinnerte, gingen wir zum Hafen, um in einem Fischrestaurant am Pier die letzten beiden Salate zu ergattern. Auf dem Rueckweg genossen wir die Annehmlichkeiten einer "Stadt" in zwei Kneipen und zwei Diskos und vielen um 4:30 erschlagen ins Bett.

Sonntag, 15.11.98

Nachdem uns die freundliche Cleaning Woman dreimal geweckt hatte, klingelte das Telefon. Die Concierge machte uns hoeflich darauf aufmerksam, dass wir das Zimmer seit einer halben Stunde haetten raeumen muessen. Am Vortag konnten wir das Zimmer nur fuer eine Nacht buchen, aber jetzt war sie gluecklich, es uns eine weitere zu verlaengern. Nachdem wir noch eine Weile vor uns hingedoest hatten, standen wir (sehr) langsam auf, und verbrachten den Tag mit einem Bummel durch den Ort, Waesche waschen (im Kampf um die Maschiene gegen ein paar ueberlegen Hausfrauen), ausruhen und Tagebuch schreiben.

:)

Wir gingen frueh zu Bett und nahmen den Airport Bus um 4:45 Uhr vor dem Hotel, der eigentlich unser Taxi haette sein sollen. Und so nahmen Babsy und ich Abschied. Ihr Flieger ging nach Cairnsund meiner zurueck nach Sydney...

Yaron

a tree...

SIC!

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